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FDP Stadtverband Görlitz fordert Aufklärung

Nachdem am 16.09.2020 insgesamt 8,6 Millionen Euro für die digitale Ausstattung von Schulen in Stadt und Landkreis Görlitz durch MP Kretschmer und Minister Piwarz an OB Ursu und Landrat Lange übergeben wurden (Landkreisjournal 23.09.2020), fragt der Vorsitzende des FDP Stadtverbandes Görlitz Martin Braun nun konkret an, wieviel Geräte insgesamt von der Stadt Görlitz angeschafft worden und wie diese nach welchem Schlüssel an welche Schulen verteilt worden sind. Zusätzlich hält er es für wichtig zu erfahren, wieviele digitale Endgeräte an Schüler ausgereicht wurden und ob alle angemeldeten Bedarfe abgedeckt wurden. Kurz sind digitale Endgeräte noch vorhanden bzw. finanzielle Mittel dafür. Hintergrund sind die jetzt durch Gerichte erfolgten Entscheidungen, dass das Jobcenter digitale Endgeräte für Schulkinder von Hartz-VI Familien finanzieren soll. Das hält die FDP für eine Doppelfinanzierung aus Steuermitteln.

Pressemitteilung des FDP Stadtverbandes Görlitz

Die FDP, Stadtverband Görlitz äußert Kritik am Digitalisierungsstand in den Schulen insbesondere in Görlitz Von Seiten des Görlitzer FDP Stadtverbandes wird Kritik an der Digitalisierung der Schulen geübt. Nach der erneuten Verlängerung des Lockdowns, bedeutet das in den weiterführenden Schulen der Stadt weiterhin Distanzunterricht von zu Hause aus. Dies stellt nicht nur eine enorme Herausforderung für die Eltern dar; Um „Homeschooling“ bewältigen zu können bedarf es digitaler Endgeräte für die Schüler. Eine gewisse Anzahl davon sind von der Stadt angeschafft und den Schulen zur Ausgabe zur Verfügung gestellt worden.Wie viel insgesamt und wie bzw. wann diese an die Schulen verteilt worden ist bisher unklar. Klar scheint nur, es sind zu wenige und sie kommen zu spät! Denn während an den Gymnasien der Stadt Laptops ausgereicht worden, hängen die Oberschulen offenbar hinterher. So wurde von Eltern berichtet, dass die Oberschule Rauschwalde in der 6. Kalenderwoche trotz Unterrichtszeit gänzlich auf den Versand von Aufgaben in digitaler Form verzichtete. Grund: fehlende Breitbandanbindung der Schulen und teilwiese der Schüler und unzureichende Ausstattung der Elternhaushalte der Schüler mit digitalen Endgeräten. Dies ist für die FDP in Görlitz nicht hinnehmbar. Es fehlt an Transparenz für die Schulen und die Eltern. Hier muss dringend Klarheit her.Aus dem DigitalPakt Schule von Bund und Ländern stehen Sachsen seit 2019 bis Mitte diesen Jahres 175 Millionen Euro zur Verfügung – was ist in Görlitz mit diesem Geld erfolgt – welche Lehren wurden aus der 1. Welle im Frühjahr 2020 gezogen?(Königsteiner Schlüssel ~5 % Sachsen von 3,5 Mrd. Euro = 175 Millionen Euro.) Zusätzlich wurden durch den Bund 500 Millionen Euro im Sofortprogramm bereitgestellt.Knapp 5 % also 25 Millionen standen nach dem Königsteiner Schlüssel seit Juli 2020 für Sachsen zur Verfügung. Der Stadtverband Görlitz stellt in diesem Zusammenhang klar – hier wird an der falschen Stelle gespart und getrödelt – die Auswirkungen der Pandemie sind für alle schwierig – für die Bildung der Kinder und Jugendlichen existieren aber Lösungsansätze die dafür sorgen können, dass das aktuelle Schuljahr (zumindest vom Unterrichtsstoff) nicht als verlorenes Schuljahr gelten muss. (KS + SW)