„Keine Perspektive für den Sport“

16. Januar 2022

Seit dem 14.01.22 gilt die neue sächsische Coronaschutz-Notfallverordnung. Der Kreisverband Görlitz der Freien Demokraten sieht in der Verordnung in Bezug auf den Sport einen Fortschritt, kritisiert aber die mangelnde Perspektive anlässlich der Bedeutung des Sports im Kreis Görlitz und sinkenden Inzidenzzahlen im Freistaat.

Der Kreisvorsitzende Hans Grüner erklärt dazu: „Statt positive Anreize für mehr Lockerungen und Planungen zu setzen, werden der erste Absatz so belassen und keine Perspektiven geschaffen. So ist im Grundsatz weiterhin die generelle Schließung möglich, unabhängig von Inzidenz- und Hospitalisierungszahlen. Das heißt, auch weiterhin haben Betreiber von Sportstätten, Skiliften wie denen im Zittauer Gebirge oder Fitnessstudios keine Planungssicherheit und keine Perspektive für mehr als ein paar Wochen. Wer soll so sichere Sportmöglichkeiten anbieten und dazu Personal und Technik organisieren können? Wer will so einen Winterurlaub planen? Auch über der gesamten Sportbranche im Kreis Görlitz hängt weiterhin das Damoklesschwert. Es fehlt an jeglicher Planungssicherheit.”

Die Freien Demokraten sehen in den vorsichtigen Lockerungen für den Breitensport, die Fitnessbranche und den Wintersport allererste Schritte in die richtige Richtung, aber auch nicht mehr. Über die 2G- oder 2G+-Regel werden weiterhin viele vom Sport ausgeschlossen.

Die Kreisvorsitzende Hans Grüner ergänzt: “Unter diesen Bedingungen werden der Vereins- und Breitensport im Kreis Görlitz, unser Gesundheitssystem und auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig und merklich leiden. Es braucht mehr Vertrauen in die Arbeit unserer regionalen Vereine, Verbände und Sportstättenbetreiber, die mit passgenauen Hygienekonzepten, eigenen Initiativen und Impfaktionen Verantwortung übernehmen und höchstes Engagement zeigen. Es bedarf mehr Freiheiten für den Bereich Sport, denn er ist Teil der Lösung. Ein gesunder Körper sorgt für einen gesunden Geist – was gerade in einer Pandemie mit den weiterhin fordernden Maßnahmen von besonderer Bedeutung ist.”