Direktkandidaten zur Landtagswahl der FDP Görlitz

28. Januar 2019

Am 26.01.2019 haben die Liberalen des Kreisverbandes Görlitz in einer mehrstündigen Wahlversammlung ihre Direktkandidaten und die Kandidaten für die Wahl zum Kreistag gewählt. Neben dem Spitzenkandidaten Hans Grüner im Süden, treten die Kreisvorsitzende Christine Schlagehan im Westen, Stefan Waurich im Osten und Sebeastian Grubert im Norden des Landkreises an. Insbesondere Themen wie Bürgerrechte, Kommunalfinanzen, innere Sicherheit und Bildung sind Schwerpunkte der Görlitzer FDP. Die gewählten Kandidaten werden in den kommenden Wochen namentlich und ihren Inhalten zum Kreistag vorgestellt.

Hans Grüner

Hans Grüner ist 63 Jahre alt und als Rechtsanwalt in Zittau tätig.

Als Schwerpunkte setzt sich Hans Grüner die erhebliche Verbesserung der notwendigen finanziellen Ausstattung der Kreise und Kommunen und damit einhergehend die wesentliche Verringerung der gegenwärtigen Fördermittelpolitik – damit einhergehend die bessere eigenverantwortliche kommunale Selbstverwaltung. „Durch die gegenwärtig praktizierte Fördermittelpolitik ist eine überproportionale Einflussnahme des Landes auf die kommunale Selbstverwaltung der Kommunen und damit ein stark erhöhter Personalaufwand allein durch die Suche, Beantragung und auch Umsetzung der Fördermittel festzustellen.“

Als weiteren Schwerpunkt sieht Herr Grüner die Straßen- und insbesondere Bahnverbindungen zu den grenznahen Städten und Gemeinden. „Sie sind nicht weiter als End- sondern im Rahmen der europäischen Entwicklung als Durchgangspunkte zu verstehen.“

Christine Schlagehan

Christine Schlagehan (Schönbach) ist 43 Jahre alt und als Diplom Wirtschaftsingenieurin beim Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement tätig.

Sie will sich dafür einsetzen, dass es keine weiteren Einschränkungen der Bürgerrechte gerade im Hinblick auf das neue Polizeigesetz gibt. Außerdem hat sie sich als Ziel die Sicherstellung von ausreichenden Personal an Schulen gesetzt – Altersabgänge sind noch immer höher als die Studierenden.

Auch dem Thema Energiewende und damit verbunden der Zukunft der Oberlausitz beim drohenden Kohleausstieg will sich Christine Schlagehan widmen.

Stefan Waurich (Foto: Sabine Schaffer)

Der 38 jährige Stefan Waurich wohnt in seiner Geburtststadt Görlitz und arbeitet hier als Sachgebietsleiter beim Landratsamt des Landkreises Görlitz.

Der FDP Direktkandidat für den sächsichen Landtag möchte sich dafür einsetzen, dass die Kommunen anders als derzeit finanziell so ausgestattet werden, dass sie ihren Aufgaben nachkommen können ohne auf Fördermittel angewiesen zu sein. Die bisherige Praxis der Fördermittelpolitik bedeute nämlich einen massiven Einschnitt in die kommunale Selbstverwaltung – nicht die Kommunen legten fest wie die Steuergelder eingesetzt werden sondern der Födermittelgeber. Durch seine Tätigkeit möchte Herr Waurich dafür sorgen, dass solche Stilblüten sächsicher Förderpolitik wie der Sportplatz Hagenwerder zukünftig nicht mehr vorkommen. Auch die innere Sicherheit ist ein Thema mit dem sich der Görlitzer FDP Kandidat auseinandersetzen möchte. Die Lösung einer sächsichen Sicherheitspolitik kann seiner Meinung nach nicht sein, dass die Bürgerinnen und Bürger auf Schritt und Tritt von hochauflösenden Kameras beobachtet werden. Dadurch würde die Freiheit des Einzelnen massiv eingeschränkt ohne die Sicherheit direkt positiv zu beeinflussen. „Ein Straftäter wird sich in der Regel durch eine Kamera von seinem Vorhaben nicht abschrecken lassen.“ Vielmehr sind nach Meinung des FDP`lers gutausgebildete Polizistinnen und Polizisten vor Ort ein Garant dafür, dass Straftaten eingeschränkt, verhindert oder zielgerichtet aufgeklärt werden. Weiterhin wird der Stukturwandel, vor dem die Region Görlitz steht, einen wichtigen Stellenwert in einer ggf. zukünftige politischen Tätigkeit einnehmen. Es sei nicht nur ein energiepolitisches sondern auch ein Strukturthema. Den vielen direkt bzw. indirekt Beschäftigten der Kohleindustrie müsse eine Perspektive eröffnet werden, die die vorhandenen Potentiale nutze und den Menschen eine finanzielle Zukunft biete. Man könne nicht einfach beschließen die Kraftwerke stillzulegen ohne für die betroffenen Region konkrete Zukunftsalternativen zu haben.

Sebastian Grubert

Sebastian Grubert ist 32 Jahre und als Unternehmer in Boxberg / O. L. tätig.

„Mit dem Strukturwandel stehen große Herausforderungen vor uns, die Menschen haben Angst, dass es wieder zu einem Bruch in der Gesellschaft, wie zu ‚Wendezeiten‘ kommt. Eine Lösung muss gefunden werden das nicht nur dem Umweltschutz Rechnung getragen wird sondern vor allem den vielen Bewohnern in der Lausitz und Umgebung.“

„Wir reden in Deutschland seit Jahren über Digitalisierung, dennoch haben einige Orte noch nicht einmal eine sichere Festnetzverbindung geschwiege denn Mobilfunk Empfang, das kann nicht der Weg sein den wir im einundzwanzigsten Jahrhundert weitergehen.“

„Die Jugendarbeit wird in vielen Gemeinden durch Sparmaßnahmen zusammengestrichen, hier sollte der Freistaat mehr Akzente setzen, schließlich haben wir in Deutschland nur zwei Nennenswerte Ressourcen, zum einen unsere Bildung und zum anderen die Braunkohle. Wenn wir die Braunkohleverstromung einstellen, müssen wir die Bildung und Jugendarbeit stärker fördern, um auch in der Zukunft den Lebensstandard, wie wir ihn kennen und Generationen vor uns aufgebaut haben, zu halten.“